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Chronik des Point to Point – Fraser-Cup I-X (aktualisiert 08/08)
Der Fraser-Cup erinnert an den 1. Stifter Angus Fraser (GB) und seine Frau Jane Sullivan (USA), die vor und nach dem 2. Weltkrieg dem HSJV sehr verbunden waren und in der Nachkriegszeit sich um den Erhalt der Meute verdient gemacht haben.
Am 20. Oktober 1934, um 16.00 Uhr, wurde in Rethfurt-Naherfurt das erste Mal um den Fraser-Cup Cross-Country geritten. Das schnellste und dabei am sichersten springende Jagdpferd der Saison sollte ermittelt werden. Die Conditions haben sich in den vielen Jahren unwesentlich geändert. Nur offen für Mitglieder (Herren) des HSJV, für alle vierjährigen - heute fünfjährigen - und ältere Pferde, die in der Jagdsaison bis zum Tag des Rennens an mindestens fünf Jagden hinter der Meute des HSJV (heute drei Jagden auch bei der NM und RWS) geritten und diese angemessen beendet haben.
Der Austragungsort hat häufig gewechselt. In der Chronik werden z. B. Götzberg b. Kisdorf, Gut Wohldorf, Gut Klinken, Wiemerskamp, Oering, Stegen, Tangstedt, Hoisbüttel, Blumendorf, Gut Steinhorst, Waldhof, Gut Jersbek, Luhmühlen und nun die Ollsener Heide bei Hanstedt i. d. Nordheide genannt.
Siegerpferde wie „Rübe“, „Pandur“, „Salut“, „Bakkarat“, „Willenbrock“, „Czalard“, „Minerva“, „Brandy“ und „Audley“ haben als treue Jagdpferde auch Renngeschichte geschrieben und sind mit allen anderen Siegern „unsterblich“. Sie haben - wie ihre Jockeys - Spuren hinterlassen!
Um die Rennen ranken sich unglaubliche Geschichten: Vor dem Start werden für den Rennverlauf innige Männerfreundschaften aufgekündigt. Der ungekrönte Sieger ist der, der nach dem Rennen als Erster im vollen Besitz seiner körperlichen und geistigen Kräfte und mit vollem Vorwerk an der Bar seinen ersten Drink zu sich nehmen kann. Bei spektakulären Stürzen wurde auch schon mal eine Nase verloren und wieder angenäht. Es hat nicht immer das schnellste Pferd gewonnen. Häufig wurden Gräben zum Favoritenkiller. Auch nicht beachtete Flaggentore haben schon den Beinahe-Sieger zum Verlierer gemacht. 2004 schmückte ein frisch getrautes Brautpaar mit der gesamten Hochzeitsgesellschaft die Rennveranstaltung. Eine günstige, unauffällige Gelegenheit für den Favoritenschreck Berndt Bleser schnell seinen Cut gegen Renndress zu tauschen, um mit „Larinski“ anzutreten. Zur Präsentation der Starter wurde der Hochzeitsmarsch gespielt. Nicht bestätigt ist, dass der Starter anstatt „Los“ – „Prost“ gerufen haben soll. Ulrich Deus sehr anfällig für Schönheiten, vom Anblick der Braut irritiert, konnte jedoch „Audley“ am Siegen nicht hindern.
Thimo von Rauchhaupt sen. († 04.06.2001) ist mit 8 Siegen (1962-1980) der erfolgreichste Teilnehmer am Rennen um den Fraser-Cup. Cup IV und VI wurden von ihm gewonnen. Ulrich Steinkraus ist mit 6 Siegen (1982-2000) Gewinner der Cups VII und VIII. Er stiftete den Cup IX, der 2001 vom Schwiegersohn Berndt Bleser auf „Sambesi” und 2002 von Adolphus Ethienne auf „Mount Tout” gewonnen wurde. 2003 und 2004 reihte sich Ulrich Deus auf “Audley” in die Siegerliste ein. 2005 triumphierte die Jugend! Daniel Ethienne jagte auf „Mount Tout“ den Vorjahressieger „Audley“, im wahrsten Sinne des Wortes, bis zur Bewusstlosigkeit seines Reiters und siegte in diesem hoch dramatischen Rennen. 2006 wurde „Audley” wieder gesattelt - und Ulrich Deus nutzte, hart von „Dolittle“ bedrängt, die Chance zum Sieg. Nun Triple-Sieger, durfte er den Fraser-Cup IX sein Eigen nennen und den Cup X stiften.
Der neue Cup X – mittlerweile 1 kg schwer – eine Wertanlage – wurde 2007 wieder hart umkämpft. „Dolittle“, von Besitzer Dr. Will Baumgarten bestens konditioniert, wurde vom Vielseitigkeitsreiter und Vorjahreszweiten Moritz von Ziegner routiniert als Siegerpferd über die Ziellinie geritten. |